Demokratie-Kritik
Video: »Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen.«
Leider ist nicht bekannt, von wem dieses Zitat stammt. Es ist auf jeden Fall nicht von Benjamin Franklin, wie häufig behauptet wird. Meine ketzerische These in diesem Video zur Demokratie lautet:
»Gewaltverzicht könnte unser Leben bereichern.«
Zu Beginn spreche ich über diese Seite aus Mecklenburg-Vorpommern: http://www.wir-erfolg-braucht-vielfalt.de.
Ich empfehle zum Thema Demokratie eher diese Seite: www.mehr-freiheit.de
Das im Video erwähnte letzte Video zur Finanzmarktkrise von mir findet sich hier: http://voluntarist.de/krisenvideo
Mein Demokratie-Video gibt es hier auch in anderen Auflösungen: http://exposureroom.com/demokratie

17 Kommentare
Ich finde Demokratie ist es schon, wenn ein Wolf und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen wollen. Denn der Sieger ist ganz klar der Wolf, er braucht dazu keinen zweiten. Dazu gibt es auch einen wunderschönen Spruch: Fressen oder Gefressen werden.
Es gibt nur einen kleinen Unterschied, der Mensch sollte seine eigene Art nicht selber Fressen, dafür sind andere Arten da.
Zu deiner Aussage: Gewaltverzicht könnte unser Leben bereichern.
Wenn ich auf Gewalt verzichten würde, habe ich den Kampf ums Überleben aufgegeben.
Und das soll mein Leben bereichern???
Schließlich steht beim Voluntaristen in seiner Grundlage als 1. körperliche Unversehrtheit.
Das ist widersprüchlich, denn die Natur zwingt uns dazu, dass wir körperliche Unversehrtheit nicht erreichen können.
Hallo Duschwanne!
Wenn nur ein Wolf und ein Schaf abstimmen würden, gäbe es keine Mehrheit. Nach demokratischen Regeln käme es da also nicht zum Fressen, zumindest nicht zu einem legalen Fressen. Mir ist aber auch nicht ganz klar, was du eigentlich sagen willst.
Zur zweiten Aussage: Wenn ich von Gewaltverzicht spreche, meine ich immer den Verzicht auf initiierende Gewalt (siehe auch diese Seite: Grundlagen (kurz)). Verteidigende Gewalt muss natürlich erlaubt sein, sonst käme es zu dem Widerspruch, den du beklagst.
Liebe Grüße
Oliver
Tja,
da kam ich wohl selbst in den Widerspruch und kam da nicht mehr raus.
Und ich glaube, ich sollte mir mal das Wissen, was Demokratie ist, aneignen. ;-)
Ich wusste selber nicht, was ich wirklich sagen wollte.
Ich war einfach in so einem Spießrudenlauf und kam da einfach nicht selber raus.
Cooles Video! Stimme dir zu, deine Punkte finde ich sehr stimmig.
Mahlzeit!
Ganz richtig: Demokratie ist eine Methode der Entschidungsdelegation und sagt von sich aus nichts über die Legitimität der resultierenden Herrschaft aus. Die einzige theoretische Beschränkung etatistischer Allmacht ist das Grundgesetz, dessen Interpreten komfortablerweise durch die Priesterkaste berufen werden.
Hier in der Schweiz watscheln wir, ebenfalls weitestsgehend ahnungslos, den Germanen auf dem hayekschen Weg in die Knechtschaft hinterher. Wie bitter nötig hätte Europa eine echte und starke libertäre Bewegung.
Musste gerade erstaunt feststellen, dass du zu einem ähnlichen Thema das gleiche Zitat verwendet hast wie ich und bin gerade begeistert von deinen Beiträgen. Mir fällt zu deinem Videobeitrag spontan Kropotkins “Gegenseitige Hilfe” ein.
Einzig deinen Vergleich einer gewaltfreien Demokratieform mit den Mechanismen der Freien Marktwirtschaft halte ich für schwierig. Die Wahl des Käufers ist nämlich im obengenannten Fall von den finanziellen Ressourcen des Einzelnen eingeschränkt, was lediglich eine andere Spielart des “Mehrheitsprinzips” darstellt.
Trotzdem super Beitrag! Danke.
Für den Fall, dass dich mein Beitrag zu dem Thema interessieren sollte, hier der Link:
http://sehrhner.de/archives/1055
(Bin dir aber auch nicht böse, wenn du den Link aus dem Kommentar entfernst.)
Was hat es bloß mit dieser Teetasse auf sich?
Sehr gute Seite, ich werd sie fleißig umherempfehlen!
Danke für diese sehr gut konzipierte Aufklärungsarbeit.
Die Teetasse brauche ich zum Schneiden, damit ich danach meine Gedanken neu sammeln kann.
Ich finde es sehr wertvoll, wie Du aufzeigst, dass Demokratie gar nicht das ist, was wir meinen - und schon gar nicht das, was wir eigentlich möchten. Was Du hingegen nicht sagst (falls ich es nicht überhört habe), ist, dass wir ja gar keine Demokratien haben. Politik und Wirtschaft sind auf’s Engste miteinander verflochten, der Ausgang von Wahlen wird sehr direkt gesteuert durch Werbung bzw. voreingenommene Berichterstattung in den Medien (oder in der Schweiz z.B. ganz simpel dadurch, dass direkt in den Wahlunterlagen steht, was man abstimmen ’soll’) - so dass wir konkret nicht einmal eine Demokratie im schlechtesten Sinne des Wortes haben.
Ich behaupte, dass unsere ‘Demokratien’ in Wirklichkeit nur eine irrsinnig verschleierte Form von Oligarchien sind - und damit im Wesentlichen das Gleiche, was wir seit eh und je haben (ob Monarchie oder Oligarchie ist meiner Meinung nach kein wesentlicher Unterschied). Ich bin also nicht einverstanden mit Dir, wenn Du gegen den Schluss des Videos sagst, wir hätten immerhin Fortschritte gemacht, in dem wir jetzt Demokratien haben anstatt Monarchien. Ich würde eher sagen, wir sind grundsätzlich noch am gleichen Ort (ein paar Wenige herrschen über alle Anderen), nur dass wir alles sehr viel komplizierter und unehrlicher gestaltet haben.
Mein vorangehender Kommentar soll übrigens nur ein ergänzender Gedanke sein zu Deinem Video, nicht eine Kritik daran. Wie auch immer man die Staatsform nennen will, die wir konkret haben, was Du über sie sagst trifft meiner Meinung nicht nur den Nagel auf den Kopf, sondern ist, wenn schon, eher zu sanft ausgedrückt als zu drastisch. Die Staatsgewalt, die Du immer wieder ansprichst, ist meiner Meinung nach nur zu deutlich sichtbar - für diejenigen, die überhaupt noch in der Lage sind, mit den eigenen Augen zu sehen (was offenbar durch Schule und Medien-Konsum nicht mehr wirklich möglich ist).
Wie sollen Entscheidungen gefällt werden, die auf mehrere Leute Auswirkungen und nicht nur auf mich haben - insbesondere wenn es gegensätzliche Interessen gibt?
Wann beginnt Gewalt? - Erst durch so etwas wie staatlichen Zwang (Knast) oder nicht vielleicht doch schon, durch die Ausnutzung natürlich vorhandener Ressourcen, die dadurch anderen genommen werden und deshalb auch deren Handlungsfreiheit einschränken?
Hi Stefan!
Wenn ich den Wald abholze, der mir nicht gehört, oder Kohle abbaue, in einem Schacht, der mir nicht gehört, ist das Gewalt. Wenn ich meinen eigenen Wald abholze oder Kohle in meinem eigenen Schacht abbaue, ist das keine Gewalt.
Gruß Oliver
Hi!
Den Wald musst du dir ja auch erstmal irgendwie aneignen. Und auch wenn es dein Wald ist, könnte dessen Abholzung enorme Auswirkungen auf die Umwelt (und Überlebensmöglichkeiten) aller Erdbewohner haben.
Grüße Stefan
Ja durch Kauf, Tausch oder Schenkung.
Wenn ich durch das Abbrennen meines eigenen Waldes zum Beispiel die Nachbarschaft verrußen würde oder ein Nachbargrundstück Feuer finge, könnte ich regresspflichtig gemacht werden.
Wenn ich aber alles abholze ohne jemanden zu stören, um Eigentumswohnungen oder sonst was darauf zu bauen, kann ich das natürlich tun.
Wenn die Wälder aber immer knapper würden, entschieden sich sicher immer mehr Waldbesitzer gegen das Abholzen. Das schlimmste, was man einem Wald antun kann, ist es, ihn in ein öffentliches Gut zu verwandeln. Siehe Tragik der Allmende
Woher hatte der erste Besitzer des Waldes das Recht ihn als sein Besitz zu deklarieren? Wie soll er diesen ohne Gewalt verteidigen? Es müsste dann ja zumindest eine gesellschaftliche Übereinkunft geben, dass Besitz an sich überhaupt Okay ist.
Wie würde entschieden werden, dass eine Verrußung der Nachbarschaft Regressansprüche entstehen lässt, oder ob eine gewisse Umweltverunreinnigung hinnehmbar ist?
Konkret: Wenn ein Großteil der Gesellschaft z.B. gegen irgendwelche neuen Kernkraftwerke, die ein Risiko für die Umwelt darstellen, ist, finde ich es durchaus richtig, dass diese Mehrheit mit (Staats)gewalt so einen Neubau verhindern würde. Auch wenn das die Freiheit des Unternehmers drastisch einschränkt und es höchstwahrscheinlich garnicht zu einem GAU kommen würde.
Democracy is, when two wolfs and a sheep decide whats up for dinner. Thomas Jefferson
recht einfach herauszubekomen
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