Staat und Mafia
In der libertären Welt wird der Staat häufig mit der Mafia verglichen. Kann man das machen?
Ich habe zum Thema Mafia drei Bücher gelesen und einen ganz neuen Eindruck über sie gewonnen. Die Mafiosi sind also lange nicht solche Ungeheuer, wie die meisten denken, und das Gebilde Staat ist viel gefährlicher, als die meisten denken. Die Parallelen sind in jedem Falle erschreckend.
Im Video werden folgende Links erwähnt:
- »Im Stehen sterben« von Carmen Butta
- »Ein Tag im Leben des mündigen Bürgers U.«
von Carlos A. Gebauer - Hier trägt Gebauer den Text selbst vor: >Gebauer.mp3
> Video in allen Auflösungen
Video zum Runterladen: mafia.mov (430 MB)

10 Kommentare
[...] - Staat und Mafia [↩] « Cannabis und Politiker Dieser Eintrag wurde von Benjamin B. geschrieben, am [...]
Kein Schutz fürs Schutzgeld:
http://www.youtube.com/watch?v=L4rBy2-BeqE
Ich finde es Schade, dass du unseren Staat belächelst. Denn der Staat ist bemüht uns gerecht zu werden sonst hätte er nicht das komplizierteste Steuersystem auf der Welt.
Hallo Duschwanne!
Ich bin nicht ganz sicher, ob in deinem Kommentar etwas Ironie mitschwingt, aber ich nehme ihn mal so wie er da steht.
Also ich unterstelle dem Politiker grundsätzlich edle Motive — und da unterscheide ich mich auch von den meisten Libertären und Anarchisten. Das schließt jedoch nicht aus, dass er — in Anlehnung an Goethes Mephisto — die Kraft ist, die stets das Gute will und doch das Böse schafft.
Ich weiß, dass du nur edle Motive dem Politiker unterstellst und du hast zum Schluss auch gesagt, dass du deine Pflicht als Steuerzahler nach gehst. Ich wollte nur mitteilen, warum es sein könnte außer das es diese grün/blauen Männlein gibt. ;-)
Eine Duschwanne, der der Unterschied von Pflicht und Zwang erst einmal bewusst sein sollte.
Vielleicht hilft im diese Definition weiter:
http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/index,page=1212044.html
Pflicht schließt die Freiheit der Handlung mit ein und ist quasi etwas selbst auferlegtes.
Das Wort Steuergerechtigkeit ist etwa so sinnvoll wie das Wort Diebstahlgerechtigkeit.
Eugen Maria Schulak äußert in der Wiener Zeitung ähnliche Gedanken.
Video um Video arbeite ich mich durch Deine Web-Seite hindurch - und staune jedesmal noch mehr, wie offen und direkt Du Dinge aussprichst, die in der Öffentlichkeit so verdrängt bzw. ignoriert werden.
Ich finde den Vergleich zwischen Staat und Mafia genial - er trifft so offensichtlich den Nagel auf den Kopf. Und es tut mir einfach irrsinnig gut, dass mal jemand so deutlich ausspricht, was Steuern eigentlich sind.
Nachgedanke:
Bei genauerem Hinsehen finde ich den Vergleich Staat-Mafia eigentlich unfair gegenüber der Mafia. Schliesslich habe ich ein Jahr lang in Italien gelebt und wurde nicht nur nicht erpresst von der Mafia, ich habe nicht einmal etwas davon gemerkt, dass es sie überhaupt gibt - wohingegen ich vom Staat bereits seit über 20 Jahren erpresst und in manigfacher anderer Weise davon abgehalten werde, ein Leben zu führen, das ich als menschenwürdig bezeichnen könnte; und davor gab’s all die vielen Jahre Schul-Gefängnis, von denen ich mich auch jetzt, 25 Jahre danach, noch nicht wirklich erholt habe …
Was ist da das, was die Mafia so macht, im Vergleich dazu …?
Habe entdeckt, dass Du in im Text auf der Seite ‘Häufige Fragen’ schreibst:
“Wenn man die Menge des Unrechts, das weltweit verübt wird, genauer analysiert, dann fallen die privaten Verbrechen gegen die der Regierungen geradezu lächerlich aus.”
Das ist genau das, was ich meinte, mit meinem vorangehenden Kommentar.
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