Staat und Mafia

In der libertären Welt wird der Staat häufig mit der Mafia verglichen. Kann man das machen?

Ich habe zum Thema Mafia drei Bücher gelesen und einen ganz neuen Eindruck über sie gewonnen. Die Mafiosi sind also lange nicht solche Ungeheuer, wie die meisten denken, und das Gebilde Staat ist viel gefährlicher, als die meisten denken. Die Parallelen sind in jedem Falle erschreckend.

Im Video werden folgende Links erwähnt:

 


18 Kommentare

1 Mafia = Staat (?) → ! | ars libertatis { 02.09.09 at 23:20 }

[...] - Staat und Mafia [↩] « Cannabis und Politiker Dieser Eintrag wurde von Benjamin B. geschrieben, am [...]

2 admin { 02.10.09 at 18:52 }

Kein Schutz fürs Schutzgeld:
http://www.youtube.com/watch?v=L4rBy2-BeqE

3 duschwanne { 02.21.09 at 03:58 }

Ich finde es Schade, dass du unseren Staat belächelst. Denn der Staat ist bemüht uns gerecht zu werden sonst hätte er nicht das komplizierteste Steuersystem auf der Welt.

4 admin { 02.21.09 at 08:55 }

Hallo Duschwanne!

Ich bin nicht ganz sicher, ob in deinem Kommentar etwas Ironie mitschwingt, aber ich nehme ihn mal so wie er da steht.
Also ich unterstelle dem Politiker grundsätzlich edle Motive — und da unterscheide ich mich auch von den meisten Libertären und Anarchisten. Das schließt jedoch nicht aus, dass er — in Anlehnung an Goethes Mephisto — die Kraft ist, die stets das Gute will und doch das Böse schafft.

5 Duschwanne { 02.22.09 at 05:52 }

Ich weiß, dass du nur edle Motive dem Politiker unterstellst und du hast zum Schluss auch gesagt, dass du deine Pflicht als Steuerzahler nach gehst. Ich wollte nur mitteilen, warum es sein könnte außer das es diese grün/blauen Männlein gibt. ;-)

6 freiheitistunteilbar { 03.03.09 at 13:10 }

Eine Duschwanne, der der Unterschied von Pflicht und Zwang erst einmal bewusst sein sollte.

Vielleicht hilft im diese Definition weiter:

http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/index,page=1212044.html

Pflicht schließt die Freiheit der Handlung mit ein und ist quasi etwas selbst auferlegtes.

Das Wort Steuergerechtigkeit ist etwa so sinnvoll wie das Wort Diebstahlgerechtigkeit.

7 Oliver Heuler { 03.16.09 at 09:25 }

Eugen Maria Schulak äußert in der Wiener Zeitung ähnliche Gedanken.

8 Niels { 08.04.09 at 11:09 }

Video um Video arbeite ich mich durch Deine Web-Seite hindurch - und staune jedesmal noch mehr, wie offen und direkt Du Dinge aussprichst, die in der Öffentlichkeit so verdrängt bzw. ignoriert werden.

Ich finde den Vergleich zwischen Staat und Mafia genial - er trifft so offensichtlich den Nagel auf den Kopf. Und es tut mir einfach irrsinnig gut, dass mal jemand so deutlich ausspricht, was Steuern eigentlich sind.

9 Niels { 08.06.09 at 19:11 }

Nachgedanke:
Bei genauerem Hinsehen finde ich den Vergleich Staat-Mafia eigentlich unfair gegenüber der Mafia. Schliesslich habe ich ein Jahr lang in Italien gelebt und wurde nicht nur nicht erpresst von der Mafia, ich habe nicht einmal etwas davon gemerkt, dass es sie überhaupt gibt - wohingegen ich vom Staat bereits seit über 20 Jahren erpresst und in manigfacher anderer Weise davon abgehalten werde, ein Leben zu führen, das ich als menschenwürdig bezeichnen könnte; und davor gab’s all die vielen Jahre Schul-Gefängnis, von denen ich mich auch jetzt, 25 Jahre danach, noch nicht wirklich erholt habe …
Was ist da das, was die Mafia so macht, im Vergleich dazu …?

10 Niels { 08.08.09 at 20:26 }

Habe entdeckt, dass Du in im Text auf der Seite ‘Häufige Fragen’ schreibst:

“Wenn man die Menge des Unrechts, das weltweit verübt wird, genauer analysiert, dann fallen die privaten Verbrechen gegen die der Regierungen geradezu lächerlich aus.”

Das ist genau das, was ich meinte, mit meinem vorangehenden Kommentar.

11 Dieter { 12.31.10 at 12:03 }

Ich wußte das schon lange. Ich glaube sogar, als Kind weiß man das von vorn herein. Es wird alles getan, um einen davon zu überzeugen, daß man “dazu gehört”, wie auch immer die Machtstruktur heißt. Angeboren ist dabei eine Art von “ideologischem Opportunismus”, der aber biologisch-gefühlsmäßig auf Empathie beruht. Wechselseitige Anerkennung der Bedürfnisse, des Lebenrechtes und des guten Willens. Das Denken in “moralischen” Urteilen ist ein Virus, der später kommt, und schwerwiegende, verwirrende Folgen hat, weil er bedeutet, daß man eins dieser “Machtsysteme” zu seinem eigenen macht. Dann gehört man dazu zur Gang oder zur Mafia. Oder zum Staat.

12 Jester { 07.11.11 at 00:54 }

Mir begegnete der Vergleich erstmals hier; sehr gelungen:

Critical Thinking Question:
Explain the difference between government and organized crime…
http://schoolsucks.podomatic.com/entry/2009-09-01T06_08_04-07_00

13 Simon { 07.16.11 at 21:56 }

Die Mafia mit dem Staat zu vergleichen ist sehr interessant.

Aber haben Sie gesehen was passiert wenn man nicht gezwungen wird seine Steuern zu bezahlen? Wenn Steuerflucht nicht einmal Strafbar ist? Also kurzum so wie in Griechenland?

14 slash { 07.29.11 at 16:26 }

Ich teile Ihre Meinug größtenteils überhaupt nicht. Auch wenn Prozesse innerhalb der Institutionen Mafia und Staat sich gleichen, sind die Umstände doch ganz andere.

Zuallererst gefällt mir Ihre Unterscheidung zwischen Politikern und Bürgern nicht. Die Politiker in Deutschland entspringen dem Volk, wir sind eine Demokratie. Somit ist es jedem möglich, die Gesetze mit zu beeinflussen. Wenn die Mehrheit Steuern wirklich für so schlimm befinden würde, könnte sich eine Partei, die die Abschaffung aller Steuern fordern würde, locker durchsetzen und würde bei der nächsten Wahl gewählt werden. Dass dies nicht geschieht, zeigt, dass die Mehrheit nicht die Abschaffung der Steuern will, da diese anscheinend sinnvoll sind. Hier besteht auch ein großer Unterschied zur Mafia. In dieser ist es nicht jedem Bürger möglich, seine Interessen einzubringen und am Entscheidungsprozess zu partizipieren. Wer sein Schutzgeld nicht zahlt, hat möglicherweise weitaus schlimmere Folgen zu befürchten als jemand, der in Deutschland seine Steuern nicht bezahlt. Hier ist es nämlich nicht üblich, anders als sie in Ihrem Video sagen, dass die Polizei einen mit der Waffe dazu zwingt, die Steuern zu bezahlen.

Sie sprechen von Freiheitsbeschränkung durch den Staat. Der Staat oder allgemein eine Gemeinschaft schränken die Freiheit des Menschen nicht nur ein, sondern ermöglichen diese erst. Steuern sind ein mehrheitlich gewolltes Mittel, um möglichst jedem Menschen in Deutschland ein gewisses Maß an Freiheit zu gewährleisten. Der persönliche Erfolg hängt nämlich zu einem großen Teil von den Lebensumständen der Eltern ab. Nur durch eine zentrale Lösung, wie die Kapitalumverteilung durch den Staat, können jedem Menschen die gleiche Chancen für ein freiheitliches Leben gegeben werden.

Eine Gesellschaft, in der dies keiner Institution wie dem Staat bedarf, ist natürlich wünschenswert, doch bin ich nicht der Meinung, dass dies in absehbarer Zukunft möglich ist. Interessant ist die Frage, ob die Umsetzung solch einer Anarchie (keine Anomie!) an der Natur oder an der Kultur des Menschen scheitert. Nur letzteres wäre änderbar, wenn auch nur auf lange Sicht.

Unsere Demokratie ist bis dahin das am wenigsten schlechte System, um die Unzulänglichkeiten jedes einzelnen, ob sie nun kulturell geprägt oder natürlich sind, auszugleichen.

15 paco { 08.26.11 at 20:33 }

@ duschwanne,
ich glaub Du hast zu heiß geduscht!

16 paco { 08.26.11 at 20:42 }

mensch @simon, recherchier mal bitte selbst nach…
die lehmann-bankrott-bank-Vorstände hatten den grieschischen Staat beraten wie man sich in Europa einmogelt, mit dem hintergedanken daß dieses rebellische Volk so platt gemacht wird, siehe nun, ist gelungen!
es gibt beispiele zur heutigen zeit, wo jeder zahlen kann was man will und das funktioniert! Es generiert sogar mehr Einnahmen als erwartet! Aber wofür wird denn unsere Kohle verwendet? Ich brauche keine 3 Schlipsträger um mein 1-faches Leben zu organisieren! Nein, das brauch ich nicht, und ihren selbst gemachten Kriege brauch ich auch nicht! Nein Danke, Amerika!

17 Chris { 01.26.12 at 19:10 }

“Organisierte Selbstjustiz” nicht Verbrechen !

Im Grunde? ist ein Staat genau das gleiche.
Die Staaten dieser Erde sind sogar größere Verbrecher als z.B die Yakuza ! mit Waffengeschäften und Korruption wird überall in höheren Positionen Betrogen,Gelogen und Getötet.

Politik ist nur ein anderes Wort für Mafia !

BND,NSA…alles Organisationen die vom Staat die Freigabe für Völkermord und Waffenschiebungen bekommen,unter der Hülle eines Nachrichtendienstes.

Organisierte Gewalt unter dem Deckmantel der Bürokratie und Demokratie.

Natürlich wäre es schön ohne Steuern und mit legalem Drogenmarkt,und die Mehrheit der Bürger eines Staates würden auch die Partei wählen,wenn es sie geben würde,doch Parteien sind auch nur Organisationen und somit ist es ein immer widerkehrender Kreislauf von Macht und dem dazu führenden Kapitalismus.

Bestes Beispiel das die Menschen ohne Führung besser dran wären ist der Film “Das Experiment” in diesem wird auch deutlich das ohne eine Führende Ebene die Struktur der Anarchie zwar begünstigt wird aber gleichzeitig auch deutlich gemacht das mit der Macht-Demonstrationder Wärter ,der Hass und Verbrechen zusätzlich geschürt werden,und somit erst eine Anarchie entstehen kann.

“Nichts ist Wahr,alles ist Erlaubt”.-

18 Voluntarist95 { 04.10.14 at 11:07 }

@Niels Die Mafia hat im Gegensatz zum Staat Konkurrenz. Deswegen können die nicht so umfangreiche Faschisten-Systeme durchsetzen, wie der Staat. Des weiteren hatte der Staat einfach alles besser verschachtelt. Die Mafia hat nebenbei mit Drogen und Waffen gehandelt. Das wussten alle und dadurch bekamen sie auch ihr Gangster Image. Der Staat hat die Rechte der Menschen an sich genommen und es als Freiheit bezeichnet. Das fanden die Leute besser, weil “Rechte” draufstand. Im Endeffekt ist der Staat ein Witz. Das einzigste was ihn stark macht ist der Glaube der vielen Wähler an den Staat. Es wird zum Glück besser. z.B. Fängt es ja jetzt schon mit privaten Währungen an auch wenn die noch sehr wacklig sind. Die Grundidee ist gesetzt.
Es ist nur noch eine Frage der zeit bis es auch andere Privatlösungen gibt. Das Internet hat es ja auch erst möglich gemacht Private Bibliotheken zu eröffnen ohne Genehmigung vom Staat. Eine Voluntaristen Bibliothek hätte der Staat ganz bestimmt nicht Genehmigt genauso wie allgemein Libertäre, Voluntaristische Bücher.

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