Philosophie der Voluntaristen
Einführungs-Video: Wie könnte das menschliche Zusammenleben aussehen, wenn wir auf initiierende Gewalt und Zwang verzichteten?
Erziehung und Politik sind ohne Zwang nicht denkbar. Deshalb plädiere ich dafür, auf beides zu verzichten. Das ist keine Schnapsidee, die mir gestern am Stammtisch eingefallen ist, sondern dieses Konzept wurde über Jahrzehnte (Erziehung) bzw. über Jahrhunderte (Politik) entwickelt.


17 Kommentare
komliment, sehr ambitioniert, bin weiter sehr interessiert… mal was anderes als golf
Hallo, ich bin auf diese Seite gestossen auf der Suche nach den Motiven der Megagaufinanzkrise und habe direkt was gelernt.
1. man kann um ein 42 Minuten Video anzusehen 1 1/2 Stunden brauchen
2. manchmal lohnt es sich im Internet zu surfen.
Sehr interessante Ideen, in welchen ich richtige Ansaetze fuer eine Zukunft sehe.
Ich bin gespannt…Ich kann leider kein Golf spielen, ich hoffe das macht nichts…
Schoenen Gruss
Ist es den überhaupt möglich manche dinge zu erreichen ohne sie zu erzwingen.Wir können doch keinen Verbrecher in den Knast bitten?
Ist es nicht schon Zwang Arbeiten zu gehen um geld für die Miete zu haben,sollte die Motivation dafür nicht woanders her kommen .Aber ich glaub der Mensch als Wesen is einfach nicht dafür Konzipiert zu bitten . Damit meine ich wenn er etwas unbedingt will und er die Mittel hat es zu erzwingen wird er diese auch nutzen,umgekehrt genauso wenn er etwas braucht dann lässt er sich auch Zwingen.Die Idee is Super aber möglich?
Wenn ich von Zwang und Gewalt rede, dann immer von initiierendem Zwang und initiierender Gewalt. Ich schreibe das zwar oft, aber zugegebenermaßen nicht jedes Mal.
Ein Leben ohne initiierende Gewalt ist möglich. Eines ohne verteidigende Gewalt führt zu Chaos.
Das Einzige, was stört, ist der Mensch.
Hallo Ralf-Peter!
Schön, dass du meine Seiten besucht hast. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich deinen Satz richtig verstehe. Ich vermute Folgendes: Du meinst, dass meine Theorien so weltfremd sind, dass sie mit den Menschen, so wie sie sind, nicht funktionieren können?
Jetzt ist noch die Frage, ob du vermutest, dass ich ein zu naives Menschenbild habe und mir nicht klar ist, dass die Menschen nun mal viel unreifer sind, als wir es uns wünschen würden. Oder vermutest du, dass ich ein zu negatives Menschenbild habe und deshalb bei meiner Theorie der Mensch stört und deshalb abgeschafft gehört?
Vielleicht liege ich aber auch ganz falsch. Du merkst: Für eine befriedigende Kommunikation brauche ich mehr von dir als einen Satz :-)
Liebe Grüße
Oliver
Hallo Oliver !
Manchmal stellt man fest, daß eine ganze Seite Erklärung maximal das Gleiche sagt, wie ein Satz. Ich neige, in aller Regel, zu komplexen Aussagen und habe bewußt, dieses Mal, nur diesen Satz geschrieben.
Wahrscheinlich ( Du siehst, daß ich auch hier vorsichtig bin ) meine ich alle Deine Sätze.
Die Bestie Mensch ist, das ist nicht von mir, in der Steinzeit stehengeblieben. Irgendwann und irgendwo las ich auch mal, daß Jeder für sich entscheiden muß, ob der Mensch prinzipiell gut oder prinzipiell schlecht ist. Nach einem dreiviertel Leben ? habe ich die Entscheidung getroffen. Du kennst auch: Gib einem Menschen Macht und er mißbraucht sie.
Dein erster ( Aussage)satz spricht mich am meisten an. Der “neue Mensch”, der z.B. im Sozialismus “geschaffen” wurde, der natürlich nichts als eine Phrase war, ist alter Wein in neuen Schläuchen. So lange der Mensch sich ( in letzter Instanz ) um Geld bekriegt, so lange die Ringparabel ein Märchen bleibt und so lange wir dem Ende dieser Welt, verursacht durch eine sinnlose Überbevölkerung dieses Planeten, mit Vollgas entgegenrasen, so lange sind wir weltweit, und nicht zuletzt in diesem erbärmlichen Deutschland, sprechende Säugetiere, deren genetischer Code das Hauptziel hat, die Erhaltund der Art zu sichern.
Ich schließe, denn die Hoffnung stirbt zuletzt, mit einem gern von mir verwendeten Zitat aus dem mittelalterlichen Sprüchebeutel:
Der Mensch ist ein lederner Sack, voller Knüffe und Püffe.
HG Ralf-Peter
Ja, unser Gehirn hat sich tatsächlich sehr lange nicht mehr weiterentwickelt. Aber der Mensch muss das Rad ja nicht immer neu erfinden. Er kann von den Erfahrungen anderer lernen.
Ich habe die Frage nach der Gut- oder Bösartigkeit deshalb so für mich entschieden: Er hat Potenzial zu beidem. Wir stecken irgendwo zwischen den Tieren und den Göttern. Aber genau das macht es ja spannend.
Da stimme ich dir zu, und meine Quintessenz daraus lautet: Gib Menschen keine Macht. Wir brauchen meiner Meinung nach keinen, der über uns herrscht.
Liebe Grüße Oliver
Was ich nicht nachvollziehen kann, ist, warum Du Eltern und Politikern pauschal edle Absichten unterstellst. Meiner Erfahrung nach stehen da oft genug ganz andere als edle Absichten im Vordergrund. Gemäss Rosenberg handeln wir ja eben, um Bedürfnisse zu erfüllen - und wenn Eltern oder Politiker so handeln (wie sie es meiner Erfahrung nach oft genug tun), dass sie lediglich ihre eigenen, momentanen Bedürfnisse berücksichtigen, würde ich das nicht als ‘edel’ bezeichnen. Vielleicht kannst Du ja noch was dazu sagen, warum Du das so formulierst.
Abgesehen davon habe ich sehr ähnliche Idee über das Leben wie Du (so weit das aus diesem Video ersichtlich ist), und es tut mir gut zu sehen, dass es auch andere Menschen gibt mit so einer freiheitlichen Einstellung. Aus meiner Sicht sind die Ideen, die Du hier präsentierst, von ganz grosser Bedeutung - sie sind für mein Gefühl so etwas wie die ganz dringend benötigte Nothilfeapotheke für unsere total kranke Gesellschaft.
Echte Bedürfnisse sind immer edel. Der Politiker möchte geliebt werden, er will Sicherheit, er will Autonomie und er will beim kreativen Gestalten seinen Neugiertrieb ausleben. Das alles ist in Ordnung. Nur wenn wir ihm uns so nähern, kann er hören, dass wir auch noch ein paar Bedürfnisse haben, die unbefriedigt bleiben. Zufälligerweise sind das die gleichen: Wir wollen Autonomie, wir wollen Sicherheit und wir wollen uns weiterentwickeln.
Also wenn ich Dich richtig verstehe, sagst Du, analog zu Rosenberg, dass wir erstens alle aus Bedürfnissen heraus handeln - dass wir zweitens im Wesentlichen alle aus den gleichen Bedürfnissen heraus handeln - und dass wir drittens besser daran täten, das zu erkennen, da es uns helfen würde, uns gegenseitig zu verstehen. Sehe ich das richtig?
Mit dem könnte ich mich anfreunden, und der Rest ist wohl nur noch ein Vokabular-Problem: Wenn wir alle aus Bedürfnissen heraus handeln, was hat es dann für einen Sinn, ein solches Handeln als ‘edel’ zu bezeichnen? Es gibt ja dann gar kein ‘unedles’ Handeln, also erübrigt es sich doch, unser Handeln überhaupt zu beurteilen.
Sorry, habe mich verschrieben in meinem vorangehenden Kommentar: Du bezeichnest ja unsere Absichten als edel, nicht unser Handeln. Also bitte sinngemäss ‘Handeln’ durch ‘Absicht’ ersetzen.
Du hast schon Recht. Mit klassischen Urteilen kommt man nicht weiter, wie Rosenberg immer wieder erklärt. Es könnte also heißen: Alle Politiker haben die gleichen Bedürfnisse wie der Rest der Menschheit, und ich fände es schön, wenn sie die Bedürfnisse der anderen auch berücksichtigen würden und auf Zwang und Gewalt verzichteten.
Dieser Version kann ich mich voll und ganz anschliessen.
Noch ein Kommentar zum Kommentar von Tobias Rünger weiter oben:
‘Ist es den überhaupt möglich manche dinge zu erreichen ohne sie zu erzwingen. Wir können doch keinen Verbrecher in den Knast bitten?’
Gegenfragen: Was soll denn das sein, ein Verbrecher? Wer könnte denn entscheiden, was richtig und falsch ist? Und wer könnte es verantworten, andere Menschen zu bestrafen, nur weil sie nicht das tun, was er für richtig hält?
Und zudem: Man konsultiere Rosenberg um zu realisieren, dass wir mit Bestrafungen einzig und allein erreichen, dass noch mehr Gewalt und Leid in der Welt sind.
Meditation für alle, besonders jedoch für Politiker und “Verbrecher”!
Und das ist absolut ernst gemeint!^^
LG Mireille
Nachsatz: geführte Meditation
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